
Kaum ein Produkt im Bioladen ist so vielseitig wie Käse. Vom Frischkäse ganz ohne Reifung bis zum mehrere Jahre gereiften Parmesan ist fast alles möglich. Ein erstes Unterscheidungsmerkmal ist die Art der Milch: Schaf-, Ziegen-, Büffel- oder Kuhmilch, und darunter noch die Spezifikation in Rohmilch und pasteurisierte Milch (Erwärmung auf 60 bis 90°C). 
Für die Milchgerinnung wird Lab benötigt. Es gibt tierisches Lab (meist aus dem Kälbermagen stammend) und eine mikrobielle Variante, die hauptsächlich aus Pilzen gewonnen wird. Weiterhin entscheiden Zusatzstoffe wie Kräuter, Gewürze und eine eventuelle Edelpilzkultur (beim Blau- und Weiß-schimmelkäse) über das Endprodukt sowie zuletzt der Reifeort (z. B. spezielle Höhlen beim Roquefort) und die Reifezeit. Zwei sehr unterschiedliche und äußerst schmackhafte Variationen aus der Käsewelt haben wir in unserer aktuellen Aktion:
Manouri von bio-verde (Reifezeit: 10 Tage)
Ein mit dem italienischen
Ricotta verwandter Frischkäse aus Griechenland mit einem beeindruckenden Fettanteil von 60 % in der Trockenmasse. Der milde und sehr cremige Käse wird aus pasteurisierter Schaf- und Ziegenmilch unter Verwendung von mikrobiellem Lab produziert und traditionell in Leinensäckchen gelagert, durch die die überflüssige Molke abtropft. Manouri eignet sich sehr gut zum pur essen, für Salate oder zum Überbacken, außerdem auf griechische Art als Dessert mit Honig übergossen.
Münsterländer Feuerkäse von Söbbeke (Reifezeit: 6 – 8 Wochen)
Dieser Schnittkäse mit 50 % Fett in der Trockenmasse wird in der westfälischen Dorfkäserei aus pasteurisierter Kuhmilch mit mikrobiellem Lab hergestellt. Den besonderen Pfiff bekommt er durch die Zugabe von Paprika, Chilli und Knoblauch. Dadurch erhält er seinen feurigen, pikanten Geschmack: Aber Vorsicht! Scharf! Am besten genießt man ihn pur zum Bier, aber auch hauchdünn auf einer Scheibe Brot mundet er köstlich.