Pumpernickel

Pumpernickel wird nicht gebacken wie normales Brot, sondern gart in verschlossenen Behältern im eigenen Dampf. Es besteht hauptsächlich aus Roggenschrot. Von diesem Schrot wird ein Teil mit siedenem Wasser überbrüht und ausgequollen. So wird die nötige Feuchtigkeit in das Brot gebracht, die es lange saftig hält. Durch den langen, für Pumpernickel typischen, Prozess wird die Getreidestärke teilweise zu Zucker abgebaut und karamellisiert (ca. 20 Stunden). Dadurch erhält das Brot seine dunkle Farbe (eben dunkel wie Erde) und den süßlichen Geschmack.

Übrigens:
Pumpernickel ist so alt, dass sich die Ursprünge der Bezeichnung "Pumpernickel" komplett im Dunkel der Geschichte verloren haben, was wiederum nie ein Hindernis für Nachforschungen und lebhafte Legendenbildungen zur Namensentstehung war:
Nach einer Deutung soll der Name Pumpernickel „furzender Nikolaus“ bedeuten und ursprünglich ein Schimpfwort für einen „groben Flegel“ gewesen sein. Pumper bezeichnet im Sauerland eine Flatulenz, in diesem Zusammenhang dürfte dies ein Verweis auf die blähungsfördernde Wirkung von Vollkornbrot sein. Nickel wird als Ableitung von Nikolaus angesehen, steht aber regional auch für Eigenbrötler oder „komischer Kauz“.
Eine andere Deutung bietet der Kulturhistoriker Hannsferdinand Döbler an: „Das Wort 'Pumpernickel' (...) bedeutet 'Teufel'. In hessischen Prozessakten über das Hexenwesen findet sich aus den Jahren 1562-1633 mehrfach das Wort 'Pompernickel' für den Teufel, und mit Sicherheit ist es noch Anfang des 17. Jahrhunderts, also kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg, nicht für Brot gebraucht worden. Erst Grimmelshausen hat in seinem Simplizissimus von dem grässlichen 'Pumpernickel', von Brot geredet, dem westfälischen Schwarzbrot aus Roggen. Seitdem wird die Bezeichnung nur noch für das Brot gebraucht.“
Weit verbreitetet ist auch die Legende, dass der Name auf Soldaten Napoleons zurückgeht, die das westfälische Brot nur für „bon pour Nickel“ erklärt hätten – als gerade gut genug für Napoleons Pferd Nickel.
Und eine weitere Legende aus Osnabrück besagt, dass dort während einer Hungersnot im 15. Jahrhundert ein auf Lateinisch bonum paniculum genanntes Brot auf Kosten der Stadt gebacken wurde, dessen Name im Volksmund zu „Pumpernickel“ verballhornt worden sei. Noch heute befindet sich in Osnabrück ein Turm mit Namen „Pernickelturm“, in dem damals der Backofen gestanden haben soll.
Einer anderen Legende aus Soest nach geht das Wort Pumpernickel auf den damaligen Soester Nickel (eine kleine Münze) und das Wort „pumpen“ (für leihen oder borgen) zurück.

Tipp vom Hersteller: Knusprig toasten und mit Butter und Käse genießen.
Na denn, guten Appetit!

Quellen: http://de.academic.ru/, www.koestlichesdeutschland.de

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