
Nach fast 100 Jahren der Nichtkultivierung in Deutschland erfährt eine der ältesten Getreidesorten, die Hirse, jetzt eine Renaissance und wird in Deutschland im Bio-Anbau wieder produziert. Als altes Kulturgetreide aus der Familie der Süßgräser war sie verdrängt worden durch ve
rschiedene Brotgetreidearten und vor allem durch die Kartoffel.
Die frühe Geschichte von Hirse ist nicht vollständig geklärt. Man nimmt
an, dass vor mehr als 7000 Jahren einzelne Pflanzen des in Zentral- und
Ostasien wachsenden Grases Panicum spontaneum kultiviert wurden (im
Norden Chinas und in der Mongolei). In der Bronzezeit (2. Jahrtausend
vor Chr.) wurde Rispenhirse zu einer der wichtigsten Getreidearten in
Mitteleuropa. Vor allem in Norditalien, auf dem Balkan und später im
nahen Osten war es sehr verbreitet. Bis zur Einführung der Kartoffel
war Hirse die Hauptnahrung der ärmeren Bevölkerung.
Hirse ist das mineralstoffreichste Getreide überhaupt - in Hirse sind Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Kalium und besonders viel Silizium (Kieselsäure) und Eisen enthalten - und sie besitzt den großen Vorteil, dass selbst bei sehr schlechtem Wetter die Ernte fast nie komplett ausfällt.
Quellen: Wikipedia und www.7muehlen.at