Die Bienenkönigin

Die Bienenkönigin
Fragen wir doch die Expertin!
Imkerin Margret Irmer ist beim Bio-Honig-Spezialisten Allos für den Einkauf zuständig. Niemand weiß dort mehr über Honig als sie!

Frau Irmer, was macht Honig zum Bio-Honig?

Bio-Bienen werden in schadstofffrei gestrichenen Bienenkästen gehalten und nicht chemotherapeutisch gegen Krankheiten behandelt oder künstlich besamt. Im Winter wird nur Bio-Zuckerlösung zugefüttert. Der Honig wird erst wabenreif geerntet und dann schonend behandelt. Alles wird dokumentiert und ist bis zu den Bienenstöcken rückverfolgbar.  

Woher weiß eine Bio-Biene eigentlich, wo Bio-Raps angebaut wird?
Der Flugradius der Bienen reicht bis zu 10 km; deshalb ist ein ausschließlich ökologisches Nektarangebot in Europa kaum möglich. Die Bio-Verordnung macht aber klare Vorschriften: Bio-Imker müssen sich vergewissern, dass ringsum keine Gefahr durch Schadstoffe besteht. In Mexiko, Brasilien oder Neuseeland gibt es allerdings noch große Landschaften mit Wildflora, die den Bienen zur Verfügung stehen.

Was ist Ihr Lieblingshonig und warum?
Ich habe mehrere: Pur schmeckt mir Lavendelhonig aus der Provence wegen des einzigartig edlen Geschmacks am besten. Als Brotaufstrich Orangenblütenhonig, wegen des hochfeinen Aromas mit leichter Fruchtnote. Zum Süßen von Speisen nehme ich am liebsten Wildblütenhonig aus Mexiko mit seinem ausgewogenen, harmonischen Aroma; und Wald- oder Heidehonig zum Süßen von warmer Milch oder Tee wegen des kräftig, würzigen und leicht herben Geschmacks.