Der Austernseitling

Der Austernseitling

Austernpilze oder auch Austernseitlinge stammen wahrscheinlich ursprünglich aus Südostasien und kommen wildwachsend als holzbewohnende Pilze auf Bäumen vor. Austernpilze sind eigentlich Winterpilze, sie benötigen Frost um Fruchtkörper zu bilden. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelang die Kultivierung der Austernpilze auf holzigen Substraten, meist besonders vorbereiteten Strohballen. Sie gehören damit zu den wenigen Pilzarten, deren Kultivierung bisher gelungen ist, und haben sich mittlerweile weltweit verbreitet.

Zu seinem Namen ist der Pilz gekommen, da er ähnlich wie Austernbänke im Meer in schichtartig gefächerten Pilztrauben wächst und auch in Aussehen, Farbe und Größe an die Austernbänke der edlen Meeresbewohner erinnert. Die zur Familie der Porlingsartigen (Polyporaceae) gehörende Austernpilze haben einen kurzen, nach oben verdickten Stiel und einen am Rand muschelförmig eingerollten, 8 bis 25 cm großen, aschgrauen, bläulichgrauen oder grünlich-bräunlichen Hut mit weißen Lamellen an der Unterseite. Die Pilze wachsen nicht einzeln, sondern dachschindel- oder büschelartig übereinander angeordnet in Traubenform. Austernpilze sind sehr weichfleischig und liegen geschmacklich irgendwo zwischen Eierschwammerln und Champignons. Wegen seiner fleischigen Konsistenz wird er auch als Kalbfleischpilz bezeichnet.

Wenig Kalorien und reich an Vitaminen:

100 g Austernpilze weisen Brennwert von lediglich 45 kJoule auf zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Vitaminen der B-Gruppe (B2, Niacin) sowie Vitamin D aus.

Zubereitung und Tipps: Austernpilze sind einfach zuzubereiten: sie müssen nicht langwierig geputzt werden, es werden nur eventuelle Strohreste am Stielende durch Abwischen entfernt und die Pilze werden meist in Streifen oder Würfel geschnitten. Der Austernpilz besitzt einen ausgeprägten Eigengeschmack und sollte daher nicht mit allzu vielen Zutaten kombiniert werden. Austernpilze können gebraten, gegrillt, gratiniert, frittiert oder geschmort werden und passen gut zu Reis, Eierspeisen, Nudeln, Geflügel oder Tofu.

Quelle: www.obst-gemuese.at