Birnen: In der Reife liegt der Genuss!

Birnen: In der Reife liegt der Genuss!

Wer kennt es nicht, das Fontane-Gedicht über den Birnbaum des Herrn von Ribbeck im Havelland? Klangvolle Sortennamen wie Köstliche von Charneux, Clapps Liebling, Gute Luise versprechen Genuss.

Ein regionaler Obstklassiker mit viel Küchenpotential

Im Anbau sind Birnen durchaus anspruchsvoll: Die sogenannte Alternanz bewirkt, dass die Bäume nach einem ertragsstarken Jahr im Folgejahr weniger Früchte ansetzen. Außerdem sind sie sehr anfällig für Feuerbrand. Bricht diese gefährliche Viruserkrankung aus, hilft nur ein radikaler Schnitt der betroffenen Äste oder im Extremfall auch die Rodung des gesamten Baumes, um eine Ansteckung der benachbarten Bäume zu verhindern.

Übrigens: Birnen reifen nach der Ernte weiter. Lassen Sie Ihre Birnen also zu Hause ruhig ein bis zwei Tage liegen, um den vollen Birnengeschmack zu genießen. Wenn Sie die Reife beschleunigen möchten, legen Sie einige Äpfel zu den Birnen. Äpfel geben natürliches Ethylen ab und fördern so die Reife der benachbarten Birnen.


Wussten Sie, dass Birnen:

• ein säurearmes Obst sind? Sie enthalten gleichzeitig viel Fruchtzucker. Daher schmecken sie sehr süß und sind auch für säureempfindliche Menschen gut bekömmlich.

• viel Eisen, Kalium und Phosphor enthalten? Menschen mit Blutarmut können damit ihre Eisenwerte verbessern; Kalium entwässert und hilft bei Diäten; Phosphor stärkt das Nervensystem.

So schmecken Birnen hervorragend anders:

• wenn man sie in Wein oder etwas Portwein dünstet. Als Gewürze passen Nelken, Zimtstange, Ingwer und Zitronen-Schale/Saft.

• gedünstet als raffinierte Nachspeise, z. B. in der klassischen Kombination von Birnen und Schokoladensauce („Birne Helene“), aber auch zusammen mit Nüssen, Krokant, Vanilleeis oder Sahne.

• gedünstet zu Wild und ergänzen sich hierbei gut mit Preiselbeerkompott.

• roh zu Käse sowie zu fein geräuchertem oder luftgetrocknetem Schinken.