Kleine Nudelkunde

Kleine Nudelkunde
italienischer Hartweizen-Nudelformen
Spaghetti:
zu Deutsch ,,Schnürchen":
italienischer Nudelklassiker fürs Gabelwickeln. 25 cm lang, gekocht 2 mm dick.
Tagliatelle:
halbzentimeterbreite, geschnittene (ital. tagliare = schneiden) Teigstreifen, klassisch aus der Emiglia-Romana.
Penne:
dicke Nudelröhren, schräg abgeschnitten – und damit an die Schreibfeder erinnernd, deren ital. Namen sie tragen.
Makkaroni:
In Deutschland nennt man so spaghettilange Röhrennudeln (die in Italien allerdings Bucatini oder Perciatelli heißen) – italienische Maccheroni sind kurze, dicke und gewölbte Röhrennudeln.
Lasagne:
Ursprünglich meinen die Italiener damit die Aufbackform, in der ein Nudelauflauf gemacht wird. Doch eingebürgert hat sich das Wort für große, flache Schichtnudelplatten, die mit diversen Soßen im Ofen überbacken werden.
Fusilli auch Spirelli:
Gewendelte Spiralnudeln (ital. fuso = Spindel), die wegen ihrer dichten Wendelung besonders gut Soße aufnehmen und auch deshalb prima zum Nudelsalat taugen.
Farfalle:
Das italienische Wort für Schmetterling ist für diese in der Mitte geknautschte kleine Nudelteigplatte nahe liegend, oder?

... und wie isst man Spaghetti?
Kein Italiener würde jemals Nudeln mit Messer und Gabel traktieren oder die Nudeln sogar klein schneiden. Auch das in Deutschland beliebte Mit-der-Gabel-in-den-Löffel-wickeln ist in Italien unbekannt. Der Spaghettiesser mit Stil piekst ein paar Nudeln mit der Gabel aus dem Spaghettiberg, hebt die Gabel leicht an (damit die anderen Nudeln begreifen, dass sie noch nicht dran sind) und wickelt die Auswahl in einer Tellerecke auf die Gabel. Fertig!
Andererseits gilt in italienischen Restaurants das Recht des zahlenden ,,Signore", und das heißt: Man darf alles falsch machen, solange man mit Inbrunst so tut, als wisse nur man selbst, wie es richtig geht. Hauptsache bella Figura!