Ins Rollen gebracht

Ins Rollen gebracht

Schupfnudeln gab es angeblich schon im Dreißigjährigen-Krieg. Damals sollen die Landsknechte ihre Mehlration mit Wasser gemischt und daraus längliche Nudeln gerollt haben. Die rollende Handbewegung wurde als „schupfen" bezeichnet. Heute werden Schupfnudeln üblicherweise aus Kartoffeln hergestellt und sowohl süß, als auch salzig zubereitet.

Sie sind vor allem in der badischen und schwäbischen Küche verbreitet, und von hier stammt auch die heute deutschlandweit gebräuchliche Bezeichnung Schupfnudeln. In der (alt)bayerischen Küche werden die Schupfnudeln auch Fingernudeln, Dràdewixpfeiferl oder Kartoffel- bzw. Erdepfebaunkerl genannt, in der Oberpfalz auch Schopperla bzw. Schoppalla. Im Odenwald heißen Schupfnudeln Krautnudeln.

Es gibt kein universell authentisches Rezept, sondern nur viele stark unterschiedliche regionale Zubereitungsarten, oft mit universellem Anspruch auf Originalität und Authentizität. In der österreichischen, der böhmischen und bisweilen auch in der altbayerischen Küche werden Schupfnudeln süß als Mohnnudeln serviert.