Nachhaltig und fair gehandelt

Nachhaltig und fair gehandelt

Fairer Handel ist etwas, das erst einmal jeder gut findet. Natürlich sollen die Bananenbauern keinen Hungerlohn für ihre Arbeit bekommen! Sie sollen sich in Gewerkschaften organisieren dürfen und Kinderarbeit und Sklaverei müssen verboten sein. Aber fairer Handel beginnt auch direkt vor unseren Haustüren, z.B. mit Getreide von deutschen Höfen oder fairen Milchpreisen. Als Verbraucher tragen Sie mit dem Kauf dieser Produkte dazu bei, Unternehmen wie bio-verde oder Bohlsener Mühle zu unterstützen.

Küstenfischer von der fairen Ostsee
In der Ostsee sind Fischer mit kleinen Kuttern und Stellnetzen unterwegs und fischen nach traditionellen Fangmethoden gemäß Naturland-Richtlinien. Beifang anderer Fischarten ist damit beinahe ausgeschlossen. Für die besondere Leistung der Küstenfischer bezahlt das Bio-Feinkost-Unternehmen bio-verde einen höheren Preis für den Hering. Dies trägt dazu bei, die traditionelle Kleinfischerei an der deutschen Ostseeküste als klassischen Wirtschaftsfaktor zu erhalten und zu fördern.

Korn der Inkas auf deutschen Feldern
Der Boom des „Superfoods“ hat auch seine Schattenseiten:
Quinoa ist in Südamerika mittlerweile kein Grundnahrungsmittel mehr für die ärmere Bevölkerung. Für sie ist ihre Alltagsnahrung zu teuer geworden. Mit dem Anbau von Quinoa in Norddeutschland leistet die Bohlsener Mühle einen Beitrag zur zukunftsfähigen, vielfältigen und regionalen Lebensmittelproduktion. Obwohl Quinoa wie „unsere“ Kulturpflanzen Kartoffel und Mais, ursprünglich aus Südamerika kommt, kann das „Andengetreide“ aufgrund seiner Robustheit und Anspruchslosigkeit in Norddeutschland gut wachsen. Die Quinoa durchwurzelt den Boden recht tief und bietet so den hiesigen Bauern eine Möglichkeit ihre Fruchtfolge zu bereichern.

Siegelehrung
Das wohl bekannteste Siegel im fairen Handel ist das Fairtrade-Siegel, das ein reines Produktsiegel ist. Für die Nutzung dieses Siegels fallen Lizenzgebühren an, aus denen soziale Projekte im Erzeugungsgebiet finanziert werden.
Viele Bio-Hersteller verzichten auf ein Extra-Logo für die faire Partnerschaft, weil dies sowieso integraler Bestandteil ihrer Firmenphilosophie ist.