
Egal, ob Sie nur gelegentlich im [ECHT BIO.] Geschäft einkaufen oder zu den Stammkund:innen zählen – jeder Einkauf trägt auch zum Erhalt der biologischen Vielfalt auf unseren Wiesen und Feldern bei. Jetzt im Mai gibt es den sogenannten Weltbienentag am 20. Mai und den Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai, um mehr Aufmerksamkeit auf den Schutz unserer Flora und Fauna zu lenken.
Mit Ihrem Einkauf erwarten Sie zurecht Lebensmittel, die unbelastet von Rückständen sind. Doch zahlreiche Ackergifte aus der konventionellen Landwirtschaft verbleiben nicht auf den dort genutzten Feldern, sondern verbreiten sich flächendeckend und machen einen rückstandsfreien BioAnbau immer schwieriger. BioBäuerinnen und Bauern haften für Kontaminationen, die andere zu verantworten haben.
Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft macht daher seit mehreren Jahren über vielfältige Aktionen Druck auf die Politik und engagiert sich für eine „Landwende“, die unsere Böden gesund hält, für eine intakte Tier und Pflanzenwelt, saubere Atemluft und die Versorgung der Menschen mit rückstandsfreier Nahrung sorgt.
Ganz aktuell hat das Bündnis im März ein CitizenScienceProjekt zur Pestizidbelastung im Regenwasser gestartet. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Kaiserslautern Landau lässt das Bündnis mit Hilfe engagierter Privatpersonen deutschlandweit bis Ende Mai Regenwasserproben auf die Belastung mit Pestiziden untersuchen.
Pestizide verbreiten sich auch über die Luft weiter, werden mit dem Regen aus der Luft „ausgewaschen“ und gelangen so in die Umwelt außerhalb von landwirtschaftlichen Flächen. Gleichzeitig nutzen viele Menschen Regenwasser, das für sie sauber und unbelastet ist, zum Beispiel zum Gießen im eigenen Gemüsegarten. Das Projekt will aufzeigen, wie stark unser Regenwasser mit Ackergiften belastet ist und wie sich diese Belastung räumlich verteilt.
Das übergeordnete Ziel dieser und anderer Projekte ist es, den Dialog zwischen allen Akteur:innen aus Landwirtschafts- und Umweltpolitik, der Bevölkerung und Wissenschaft zu fördern. Denn nur gemeinsam lässt sich ein enkeltauglicher Lebensmittelanbau voranbringen, ein Anbau, der auch unseren Kindern und Enkelkindern noch sauberes Regenwasser, gesunde Böden sowie eine vielfältige Flora und Fauna bietet.
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