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Heißwassertauchen statt Chemie

Mit viel Erfindergeist arbeiten Bio-Pioniere engagiert an der Entwicklung und Erprobung neuer Apfelsorten und neuer Methoden zur Obstbehandlung.

Äpfel sind das Lieblingsobst der Deutschen. Allerdings kann der Apfelschorf den Bio-Bauern die Ernte in manchen Jahren deutlich „verhageln“. Bereits Mitte der 80er-Jahre züchteten tschechische Wissenschaftler eine Apfelsorte, die gegen diese vor allem in niederschlagsreichen Jahren gefürchtete Pilzkrankheit ausreichend widerstandsfähig ist: die Sorte Topaz: Sie überzeugte mit ihrem süßsäuerlichen würzigen Geschmack auch schnell die Käufer und trat damit ihren Siegeszug im Bio-Apfelsortiment an.
In den Anfangsjahren traten aber verbreitet noch größere Verluste im Winterlager auf. Inzwischen haben findige Bio-Obstbauern auch hier eine erfolgreiche Schutzmaßnahme entwickelt: Das Heißwassertauchen bei 49 – 52 °C hat sich in der Praxis erfolgreich durchgesetzt. Gesundheitlich ist dieses Verfahren völlig unbedenklich und auch die wertvollen Inhaltsstoffe, wie z.B. das Vitamin C, werden dabei nicht verändert. Das haben Laboruntersuchungen nachgewiesen.
Ein gelungenes Beispiel, wie der Bio-Landbau auf den Einsatz von synthetischen Spritzmitteln verzichten kann.

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