
Im Jahr 2012 startete der Bio-Feinkosthersteller bio-verde gemeinsam mit Naturland ein Projekt mit Küstenfischern an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.
Die beteiligten Fischer verpflichteten sich, nach den Vorgaben des Naturland-Wildfisch-Standards zu arbeiten. Dieser legt für jede zertifizierte Fischerei konkrete Anforderungen an Fangmethoden, Bestandsnutzung, Ökosystemschutz und soziale Bedingungen fest.
Je nach Fischerei können dazu unter anderem gehören:
- festgelegte Fanggebiete und Fangmengen
- Vorgaben zu den eingesetzten Fanggeräten
- Maßnahmen zur Verringerung von Beifang
- ein schonender Umgang mit unbeabsichtigt gefangenen Tieren
- regelmäßige Überprüfung der Bestandsentwicklung
- soziale Mindestanforderungen für Fischer und Beschäftigte
Ziel ist es, Fischbestände und Lebensräume möglichst schonend zu nutzen und gleichzeitig eine wirtschaftliche Perspektive für die beteiligten Fischereibetriebe zu schaffen.
Für die Einhaltung der zusätzlichen Anforderungen erhalten die beteiligten Fischer nach Angaben des Projekts einen höheren Rohstoffpreis.
Damit verbindet das Projekt zertifizierte Anforderungen an die Fischerei mit einer wirtschaftlichen Perspektive für die handwerkliche Küstenfischerei an der deutschen Ostseeküste.