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Bio Weihnachtsbaum? Aber natürlich!

In jedem zweiten Haushalt steht in Kürze wieder ein „Tannen“-baum in der Wohnung. Doch nur ein Bruchteil der hier verkauften Weihnachtsbäume stammt auch aus unseren Wäldern, ein nicht unbedeutender Anteil kommt sogar aus Dänemark, Polen, Tschechien oder Österreich. Die landwirtschaftlich bewirtschafteten Monokulturen belasten mit Düngemitteln und Pestiziden die Böden und bieten Insekten und anderen Tieren kein optimales Lebensumfeld. Dazu kommt der Transport für die Einfuhren aus den Nachbarländern.

Zertifizierte Bäume
Das EU-Bio-Siegel oder Siegel der deutschen Bio-Anbauverbände wie Bioland, Demeter, Biokreis oder Naturland garantieren einen Anbau ohne Pestizide und mineralische Dünger. Bäume mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) stehen für eine umweltgerechte Waldnutzung und werden von Robin Wood, Greenpeace und BUND empfohlen.

Regional-Weihnachtsbaum
Die Nordmanntanne gehört zu den am meisten verkauften Weihnachtsbäumen, doch heimisch ist sie bei uns nicht. Besser sind regionale Fichten, Kiefern oder Tannen. Der NABU empfiehlt, auf Bäume von Sonderflächen (unter Strom- oder auf Leitungstrassen) zurückzugreifen, da diese Flächen sowieso nicht hoch aufgeforstet werden dürfen. Am besten fragen Sie beim Förster oder örtlichen Forstamt nach, dort gibt es oft Bäume, die beim regulären Durchforsten anfallen. Viele Waldbesitzer bieten ebenfalls Bäume zum selber schlagen an. Äxte und Sägen stellen sie zur Verfügung. Ein kleiner Abenteuer-Ausflug macht auch den Kindern Spaß.

Fairer Weihnachtsbaum
Bei „Fair Trees“ wird auf gute Arbeitsbedingungen, gute Entlohnung für Samenpflücker und umweltschonenden Anbau geachtet. Der Großteil des Saatguts für Weihnachtsbäume stammt aus Georgien. Die Zapfenpflücker arbeiten unter gefährlichen Bedingungen. „Fair Trees“ zahlt einen angemessenen Lohn und stellt sichere Kletterausrüstungen. Zudem unterstützt die „Fair Tree Foundation“ örtliche Gemeinden in Georgien, etwa im Bereich Bildung, Gesundheit oder Umwelt.

Nachhaltigen Weihnachtsbaum mieten
Einige Baumschulen, Förstereien und Gärtnereien bieten Bäume zur Miete an. Ein Mietbaum kommt im Topf, nach langsamer Gewöhnung an die wärmere Temperatur wird er über die Feiertage ins Wohnzimmer gestellt und hinterher wieder abgeholt. Der Baum wird wieder eingepflanzt und kann weiterwachsen.

Passend zum Öko-Weihnachtsbaum gibt es auch nachhaltigen Baumschmuck: selbst gebastelte Papier- oder Strohsterne, bemalte Anhänger aus Salzgebäck oder Tannenzapfen und getrock-
nete Fruchtringe. Traditionelle Bienenwachskerzen sind natürlich sehr stimmungsvoll, aber eine sparsame LED-Lichterkette kann ganz praktisch jederzeit einfach eingeschaltet werden.

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