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Alles-Könner-Körner

Kein anderes Lebensmittel wird hierzulande so viel und variantenreich angebaut und verzehrt wie Getreide – und das schon seit geraumer Zeit: Vor ungefähr 10.000 Jahren schon begannen die Menschen mit dem Anbau. Besonders die Kombination aus großem Nährwert und einfachen Lagerbedingungen macht Getreide so attraktiv.

Körnerfrüchte wie Dinkel, Hafer, Weizen, Gerste und Roggen enthalten allesamt reichlich Stärke, hochwertige Eiweiße, Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe. Nach der Ernte können sie eine längere Zeit gelagert und dann zu frischen Backwaren verarbeitet werden. Ursprünglich bedeutet das Wort Getreide übrigens „der vom Feld getragene Ertrag“.

Heutzutage fördert der Anbau und die Weiterverarbeitung von Bio-Getreide durch Unternehmen wie Bohlsener Mühle, Bauckhof oder Spielberger Mühle darüber hinaus eine lebendige Kulturlandschaft. Neben den gängigen Sorten wie Weizen und Hafer werden auch Urgetreidesorten wie Einkorn und Emmer angebaut. Die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten aus der Region und die Verarbeitung im direkten Umfeld der Getreidefelder sichert eine beachtliche Menge an Arbeitsplätzen und stärkt so die ländliche Region.

Diese Hersteller verbindet die Pionierrolle im Aufbau des deutschen Bio-Markts. Sie arbeiten nach den Richtlinien deutscher Bio-Anbauverbände (Bioland und demeter), deren Vorgaben im Anbau und Verarbeitung über die EU-Bio-Verordnung hinausgehen.

Getreide macht glücklich und stark! 

Obwohl die bei uns bekannten Getreidesorten allesamt reichlich Nährstoffe enthalten enthalten, unterscheiden sie sich doch erheblich in den Details. Grundsätzlich ist ungeschältes Getreide gesünder, da viele Nährstoffe in den Randschichten eingelagert sind.

Hafer: „Wen der Hafer sticht“, der sprüht vor Energie und Lebenskraft. Nicht umsonst gilt Hafer ernährungsphysiologisch als die hochwertigste heimische Getreideart. Er wächst vor allem im nördlichen, gemäßigten Klima. Hierzulande war er lange das zweitwichtigste Getreide im Anbau, nach Roggen. Hafer hat einen ähnlich hohen Eisengehalt wie Fleisch. Das macht ihn für Vegetarier auch sehr interessant.

Weizen gehört zu den Gräsern, die der Mensch als erste „kultivierte“. Bis heute werden mehrere hundert Sorten gezüchtet. Bei den Weizensorten unterscheidet man zwischen Hartweizen und Weichweizen.

Dinkel: „Dinkel macht glücklich“ wusste schon Hildegard von Bingen, die Äbtissin des Benediktinerklosters bei Bingen im 11. Jahrhundert. Das Urkorn, die alte Kulturform des Weizens, erfreut sich größter Beliebtheit durch ihren herzhafteren, urigen Geschmack. Dinkel gilt als äußerst bekömmlich und wird zu Backwaren verarbeitet, aber auch zu Bier oder dem sogenannten Grünkern. Sehr beliebt auch als Pasta!

Gerste wird schon genauso lange angebaut wie der Weizen. Aus Gerste gewinnt man vor allem Malz, was in in großen Mengen beim Bierbrauen eingesetzt wird. Auch als Viehfutter wird Gerste gerne verwendet.

Roggen stammt aus Südosteuropa und Kleinasien und ist die kältetoleranteste Getreideart. In Europa wird aus Roggenmehl vor allem Schwarzbrot und Vollkornbrot gebacken.

Hirse ist ein sehr mineralstoffreiches Getreide. Ihr Name leitet sich aus dem Indogermanischen ab und steht für Sättigung und Nahrhaftigkeit. Sie ist ein uraltes Nahrungsmittel und enthält im Vergleich zu anderen Getreidearten besonders viel Silizium (Kieselsäure), Eisen und Vitamin B6.
Außderdem ist Hirse ist glutenfrei und wird daher von Menschen, die auf das Klebereiweiß empfindlich reagieren, gut vertragen.

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