
Haben Sie schon einmal von den sogenannten Blauen Zonen gehört?
Damit werden Regionen bezeichnet, die durch eine außergewöhnlich hohe Lebenserwartung oder einen hohen Anteil sehr alter Menschen bekannt geworden sind. Häufig genannt werden Okinawa in Japan, Sardinien in Italien, Ikaria in Griechenland, Nicoya in Costa Rica und Loma Linda in Kalifornien.
Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich seit Jahren mit der Frage, welche Faktoren dort mit einem langen Leben zusammenhängen könnten. Häufig genannt werden dabei:
• eine überwiegend pflanzlich geprägte Ernährung,
• regelmäßige Bewegung im Alltag,
• starke soziale und familiäre Bindungen
• sowie ein von Gemeinschaft und Sinn geprägter Lebensstil.
Viele dieser Aspekte finden sich auch in traditionellen Lebensweisen rund um das Mittelmeer wieder. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten, wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln sowie regelmäßige Bewegung und soziale Kontakte können Bestandteile eines ausgewogenen Lebensstils sein.
Wichtig ist allerdings: Warum Menschen in manchen Regionen besonders alt werden, lässt sich nicht auf einzelne Lebensmittel oder Gewohnheiten reduzieren. Neben Ernährung und Bewegung können unter anderem genetische, soziale, wirtschaftliche und regionale Faktoren eine Rolle spielen.
Übrigens:
Okinawa galt lange als besonders bekanntes Beispiel für außergewöhnliche Langlebigkeit. In jüngeren Generationen ist dieser Vorsprung jedoch zurückgegangen. Forschende diskutieren dabei unter anderem Veränderungen von Ernährung, Lebensstil und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
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