
Kennst du die Ur-Mütter vieler pflanzlicher Proteinprodukte von heute?
Ackerbohnen und Erbsen waren hierzulande bis weit ins 19. Jahrhundert wichtige Grundnahrungsmittel. Alte Kochbücher kannten zahlreiche Zubereitungsarten für sie und andere heimische Hülsenfrüchte.
Heute spielen Bohnen, Linsen und Erbsen auf unserem Speiseplan eine deutlich kleinere Rolle. Dabei sind sie ausgesprochen vielseitig und enthalten von Natur aus Eiweiß und Ballaststoffe. Auch deshalb werden Proteine aus Erbsen, Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten heute für zahlreiche pflanzliche Alternativprodukte genutzt.
Doch eigentlich braucht es gar keine aufwendige Verarbeitung: Hülsenfrüchte lassen sich ganz unkompliziert in den täglichen Speiseplan integrieren.
Kochen mit Hülsenfrüchten leicht gemacht
Du hast wenig Zeit zum Kochen? Viele Hülsenfrüchte lassen sich nach dem Einweichen unkompliziert zubereiten. Die genaue Kochzeit hängt allerdings von Sorte, Alter und Größe der Hülsenfrüchte ab.
Wer gleich eine größere Menge kocht, kann sie portionsweise einfrieren – ideal fürs Mealprep.
Vorgekocht
- bringen sie Abwechslung in Salate,
- sorgen püriert in Pastasoßen für Cremigkeit,
- und bilden die Basis für Hummus und andere Brotaufstriche, zum Beispiel mit getrockneten Tomaten, Oliven und frischen Kräutern.
Schon mal vom „Second-Meal-Effect“ gehört?
Der britisch-kanadische Wissenschaftler David J. Jenkins gehört zu den Forschern, die Anfang der 1980er-Jahre den glykämischen Index maßgeblich entwickelten. In der Ernährungsforschung wird außerdem seit Langem untersucht, wie sich die Zusammensetzung einer Mahlzeit auf die Blutzuckerreaktion nach einer späteren Mahlzeit auswirken kann. Dieses Phänomen wird als „Second-Meal-Effect“ bezeichnet.
Hülsenfrüchte sind aufgrund ihrer Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Eiweiß und Ballaststoffen seit vielen Jahren Gegenstand der Ernährungsforschung.
Auch in einigen Regionen der Welt, die wegen der dort beobachteten hohen Lebenserwartung als sogenannte „Blue Zones“ bekannt geworden sind, gehören Hülsenfrüchte traditionell zum Speiseplan. Die außergewöhnliche Langlebigkeit der dort lebenden Menschen lässt sich allerdings nicht auf einzelne Lebensmittel zurückführen: Ernährung, Bewegung, soziale Strukturen, Umwelt und weitere Faktoren wirken zusammen.
„Deutsche Kicher“ & Co.
Linsen, Kichererbsen, Soja und Lupinen kennst du bestimmt. Doch auch weniger bekannte Hülsenfrüchte bieten Potenzial für den Anbau auf unseren Äckern.
Dazu gehört die Saat-Platterbse (Lathyrus sativus). Die sehr alte Kulturpflanze wurde früher auch in Deutschland angebaut und war unter anderem als „Deutsche Kicher“ bekannt. Sie gilt als vergleichsweise trockenheitstolerant und wird heute wieder in Anbauprojekten erprobt.
Je nach Sorte und Zubereitung eignet sie sich beispielsweise für Pürees, Aufstriche oder Eintöpfe.
Auch dunkle Kichererbsentypen sorgen für Abwechslung. Sie unterscheiden sich von den hier bekannteren hellen Kichererbsen unter anderem in Farbe, Größe und Geschmack.
Bei uns im [ECHT BIO.] Geschäft findest du eine breite Auswahl an Linsen, Bohnen und anderen Hülsenfrüchten – einige davon auch von heimischen Feldern.
Und wer beim nächsten Grillfest etwas Neues ausprobieren möchte: Wie wäre es zum Nachtisch mit einem Eis aus roten Adzukibohnen? Das lässt sich prima schon ein paar Tage vorher vorbereiten.