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Erst einlegen, dann auflegen

Früher diente eine Marinade ausschließlich zur Haltbarmachung von Fleisch oder Fisch. Heute wird sie zur Verfeinerung verwendet und gehört zu jedem Grillen dazu.

Vor dem Grillen Akzente setzen – Über die Marinade nimmt das Grillgut Geschmack auf. Fleisch wird zarter und Gemüse erhält eine raffinierte Note. Idealerweise erfolgt das Einlegen mehrere Stunden vor dem Grillvergnügen. Hier ein paar Tipps zu Marinaden:

Marinade auf Ölbasis

Eine klassische Marinadevariante, die zu allem passt, besonders zu Gemüse. Ein hitzeunempfindliches Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl) wählen und mit Kräutern oder Gewürzen aller Art kombinieren. Frisch gehackte und getrocknete Kräuter können dazugegeben werden.

Saure Marinade

Mit Pflanzenöl, Zitronensaft, Wein, Essig oder Balsamico lässt sich diese Marinade herstellen. Auch cremige Komponenten wie Joghurt, saure Sahne und Senf können hinzugefügt werden. Auf Kräuter und Gewürze sollte man ebenfalls nicht verzichten. Durch saure Marinaden wird Grillfleisch zart und mürbe. Essig und Co. können auch durch Alkohol, wie Wein und Prosecco, ersetzt werden und eignen sich für deftige Grillgerichte. Fisch sollte nie mehr als eine Stunde in einer sauren Marinade baden, da sonst das Fischfleisch zerfällt.

Süße Marinade – „Glace“

Mit etwas Apfelsaft, Sojasoße oder Zucker lässt sich in Kombination mit Honig eine leckere süße Marinade, auch „Grill-Glace“ genannt, zubereiten. Der enthaltene Zucker karamellisiert später auf dem Grill. Sehr klein geschnittenes Obst oder Gemüse, wie Ananas, Mango oder Frühlingszwiebeln, können als Basis verwendet werden. Übrig gebliebene Marmelade oder Gelee können als Resteverwertung in die Grill-Glace gerührt werden. Süße Marinaden eignen sich vor allem für Tofu, Gemüse, helles Fleisch und Hähnchen.

Trockene Marinade – „Rub“

Hierfür werden Kräuter miteinander vermengt und möglichst klein zermahlen direkt auf das Grillgut gegeben und damit eingerieben. Weshalb der Begriff „Rub“, vom Englischen „to rub“ – einreiben, verwendet wird. Die trockene Marinade kann auch zusätzlich auf bereits mariniertes Grillgut aufgetragen werden.

Cremige Marinade

Mit Joghurt, Senf, Ketchup oder – feurig-pikant – mit Sambal Oelek und weiteren Gewürzen und Kräutern werden diese Marinaden angerührt. Joghurt oder Buttermilch machen das Fleisch zarter und milder im Geschmack.

Grundsätzlich gilt: Werden Kräuter oder Gewürze benutzt, dann sollte die Marinade auch immer Öl, bindende Cremes oder Flüssigkeiten enthalten. Auf Salz sollte verzichtet werden, da es Flüssigkeit entzieht. Übrig gebliebene Marinade kann während des Grillens auf dem Grillgut verteilt werden.

Selbst marinieren heißt selbst profitieren
Fast alle selbst gemachten Marinaden können auch ohne Zucker hergestellt werden. Und mit hochwertigen Zutaten aus Ihrem [ECHT BIO.] Laden vermeiden Sie auch parallel künstliche Aromen, die in vielen Supermarkt-Grillsoßen Standardzutaten sind.

 

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