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Exportschlager aus der Schweiz – Das Müsli!

Dem „Müsliman“ widmete schon BAP ein Lied und der Südwestfunk erfand in den 80er-Jahren die Comicfigur Mathias Müsli. Die „Ode an das Müsli“ von Matthias Politycki adelte das Müsli 2009 und brachte den Aufstieg in die Lyrik. Weit war der Weg vom gering geschätzten Müsli- bzw. Körnerfresser bis zum „muesli belt“, wie im Englischen ein typischer Wohngürtel ökologie- und gesundheitsorientierter Mittelklassebürger genannt wird.

Um 1900 entwickelte der Schweizer Arzt und Ernährungsreformer Maximilian Oskar Bircher-Benner das Birchermues. Er lernte dieses „seltsame Essen“ auf einer Bergwanderung in den Alpen kennen. Alphirten kannten diese Rohkost aus Haferflocken, Äpfeln, Nüssen, Zitronensaft und gezuckerter Kondensmilch schon seit mehr als 100 Jahren als leicht verdauliches Abendessen. Kondensmilch deswegen, weil Frischmilch zu dieser Zeit noch nicht pasteurisiert wurde und daher ein hohes Tuberkuloserisiko darstellte.

Die unzähligen Kochbücher und Schriften der Bircher-Familie verhalfen dem Birchermues zu schneller Popularität in der Schweiz. In vielen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung und auch in den privaten Küchen bekam es schnell einen festen Platz auf der Speisekarte. Die Umweltbewegung gegen Ende der 60er brachte dem Müsli den europaweiten Durchbruch und seitdem ist es in vielen Varianten unverzichtbar auf europäischen Frühstückstischen.

Der Klassiker: Frischkornbrei
Es gibt unzählige Müslivarianten, hier ist die einfachste Variante zum Selbermachen:

  • 2 EL Getreide (Dinkel, Weizen, Roggen oder Gerste)
  • 4 EL Wasser
  • 200 g Naturjoghurt
  • 1 TL Honig
  • etwas Obst (Apfel, Banane, Birne)
  • 1 EL gehackte Nüsse

Am Abend pro Portion 2 EL frisches Getreide in der Getreidemühle schroten und über Nacht mit dem Wasser einweichen.
Am Morgen den Naturjoghurt untermischen, den Honig und nach Belieben etwas Obst und gehackte Nüsse dazugeben. Fertig ist der perfekte Start in den Tag!

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