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Hafer – vielseitig, pflanzlich, beliebt

In der pflanzlichen Küche ist Hafer ein echtes Allroundtalent. Ob süß oder herzhaft, zum Frühstück, als Grundlage für Bratlinge, zum Backen oder in Form von Hafer-Cuisine – das Getreide lässt sich auf vielfältige Weise verwenden.

Auch im Ackerbau hat Hafer besondere Eigenschaften. Er stellt vergleichsweise geringe Ansprüche an Boden und Nährstoffversorgung und gilt in getreidereichen Fruchtfolgen als sogenannte Gesundungsfrucht. Sein Anbau kann dazu beitragen, den Befallsdruck bestimmter Wurzel- und Halmbasiskrankheiten zu verringern und das Unkrautmanagement in der Fruchtfolge zu unterstützen.

Auch ernährungsphysiologisch hat Hafer einiges zu bieten.

Haferflocken liefern unter anderem Kohlenhydrate, Ballaststoffe und verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Welche Mengen tatsächlich enthalten sind, können Sie der jeweiligen Nährwertkennzeichnung entnehmen.

Eine Besonderheit des Hafers sind seine Beta-Glucane, lösliche Ballaststoffe, für die ein zugelassener Health Claim besteht: Beta-Glucane tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Voraussetzung für diese Aussage ist, dass das Lebensmittel mindestens 1 Gramm Beta-Glucane aus Hafer oder Gerste pro angegebener Portion enthält. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 3 Gramm Beta-Glucanen aus Hafer oder Gerste ein.

Feinblattflocken fürs Porridge, Großblattflocken zum Backen oder Schmelzflocken für Suppen, Soßen und andere Gerichte – die Flockenvielfalt ist groß.

Schmelzflocken werden aus besonders fein verarbeiteten Hafererzeugnissen hergestellt und lösen sich in Flüssigkeit schnell auf.

Porridge hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Frühstück entwickelt. Fertige Mischungen gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten. Wer auf den Zuckergehalt achten möchte, sollte einen Blick auf Zutatenliste und Nährwerttabelle werfen. Denn auch bei Bio-Porridge können sich Rezepturen und Zuckergehalte deutlich unterscheiden.

Auch Haferdrinks, Haferalternativen zu Joghurt oder Cuisine-Produkte sind heute in vielen Varianten erhältlich. Bei der Herstellung wird Hafer mit Wasser verarbeitet; Enzyme können dabei einen Teil der enthaltenen Stärke in kleinere Zuckerbausteine zerlegen, wodurch eine natürliche Süße entstehen kann.

Für Bio-Produkte gelten dabei die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung. Sie beschränken den Einsatz von Zusatzstoffen und Verarbeitungshilfsstoffen und regeln auch, unter welchen Voraussetzungen Vitamine oder Mineralstoffe zugesetzt werden dürfen.

So zeigt sich: Hafer ist nicht nur vielseitig in der Küche, sondern auch ein spannendes Getreide für Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung.