
Reis ist eines der weltweit wichtigsten Grundnahrungsmittel und auch wir Deutschen lieben Reis – als Milchreis, Risotto oder Basmati- bzw. Jasminreis zu einem herzhaften Curry. Doch Reisanbau ist auch mit einem hohen Methanaustoß verbunden und trägt damit zur Klimaerwärmung bei.
Niemand muss deshalb komplett auf Reis verzichten, aber es gibt inzwischen auch heimische Reisalternativen, die Abwechslung auf unsere Teller bringen, unsere regionale Landwirtschaft stärken und damit unseren Reisverbrauch reduzieren können.
Bulgur lässt sich aus verschiedenen heimischen Getreidearten, wie z. B. Dinkel, Gerste oder auch Buchweizen, herstellen. Dafür wird das Vollkorngetreide mithilfe von Wasser und Wärme in der Mühle grob gebrochen. Dabei bleiben die vitalen Eigenschaften des Korns erhalten. Bulgur ist nährstoffreich und leicht verdaulich, lässt sich in wenigen Minuten zubereiten und schmeckt als Auflauf, Bratling oder Salat. Auch für Desserts lässt sich Bulgur prima nutzen.
Noch in der Entwicklung zu einer Reisalternative ist Roggen. Dieses Brotgetreide ist im Biolandbau eine zentrale Getreideart für die Fruchtfolge auf den Feldern und kommt sehr gut mit den sich ändernden klimatischen Bedingungen zurecht. Doch Nachfrage und Preis sind für unsere Landwirt:innen oft nicht ausreichend. In Brandenburg erarbeiten mehrere Projektpartner zusammen mit Landwirt:innen im sogenannten „RoggReis“-Projekt eine neue Wertschöpfungskette neben Brotgetreide. Das Projektteam forscht und arbeitet an Kocheigenschaft, Konsistenz und Farbe des geschliffenen Roggens. Sehr erfolgreich ist bereits die Entwicklung einer Milchreisvariante für Kantinen. Ziel bis Ende 2028 sind drei marktfähige Reisalternativen: Milch- und Risottoreis, Langkornreis sowie eine glutenfreie Variante auf Haferbasis.
Mehr Infos dazu gibt es hier.
Probieren Sie doch mal eine dieser Rezeptideen.