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Honig am Morgen…

Süß, aromatisch, natürlich – diese Eigenschaften verbinden wir mit Honig und dieser ist in vielen Regionen bereits seit der Steinzeit Bestandteil unserer Ernährung. Das zeigen die 9000 Jahre alten steinzeitlichen Höhlenmalereien, auf denen „Honigjäger“ abgebildet sind. Honig enthält neben dem hohen Zuckergehalt als Ernergiespender viele Mineralstoffe und Enzyme. Hierzulande ist er eines der beliebtesten Nahrungsmittel. Nirgendwo auf der Welt wird so viel davon verzehrt wie in Deutschland.

Die Vielfalt macht den Unterschied.

Mit seinen unterschiedlichen Sorten wartet er mit einer breiten Geschmackspalette auf. Es gibt zwei grundlegende Kategorien: Wald- und Blütenhonig unterscheiden sich darin, wie Bienen ihren Nektar sammeln. Waldhonig wird dabei nicht aus Blütennektar gewonnen, sondern aus Honigtau, der von Blattläusen oder Schildläusen produziert wird. Die kleinen Insekten saugen den Saft von Blättern oder Nadeln und scheiden die überschüssige Flüssigkeit aus – den Honigtau. Dieser wird von den Bienen wie Nektar aufgenommen und im Bienenstock zu Honig weiterverarbeitet. Waldhonig bleibt länger flüssig und hat eine dunkle Farbe. Hier gibt es Sorten wie Tannen-, Fichten- oder Eichenhonig. Bei den Blütenhonigen unterscheidet man in Akazien-, Raps-, Löwenzahn-, Klee- und Fenchelhonig, um nur einige zu nennen. Woher weiß die Biene nun, welche Sorte sie sammeln soll und dass sie nicht unterschiedliche Blumen oder Bäume anfliegen soll? Das liegt in der Natur der Biene, sie ist nämlich blütenstetig. Das bedeutet, sobald ein lohnendes Angebot in der Nähe zu finden ist, konzentriert sie sich aufeine Pflanzenart. So führt ein großes Rapsfeld vor dem Bienenwagen mit Sicherheit zu reinem Rapshonig. Diese großen Planzenansammlungen nennt man Massentrachten und sie werden gezielt von Imkern angewandert, um sortenreine Honige zu produzieren. Auch blühen die Trachtpflanzen nicht gleichzeitig und so sind die Sorten auch von den Blühzeiten abhängig.

Honig gut, alles Gut.                                                                                                                       

Auch für Bio-Honig gelten gesetzliche Vorgaben, die ihren Fokus allerdings sehr stark auf die artgerechte Bienenhaltung richten. Das hat Auswirkungen sowohl auf die Honigqualität wie auch auf eine naturnahe Haltung der Honigsammler. So verwenden Bio-Imker nur Holz, Lehm oder Stroh für ihre Bienenkästen und sie dürfen keine chemischen Medikamente einsetzen. Das Winterfutter besteht ausschließlich aus eigenem Honig und Pollen. Nur in Ausnahmefällen dürfen sie Bio-Zuckersirup im Winter zufüttern.

Klimawandel stört notwendige Winterruhe.                                                                                   

Auch die Bienen spüren den Klimawandel: Die wechselwarmen Winter der letzten Jahre führen dazu, dass die Bienen ihre Winterruhe zunehmend unterbrechen und ihren Bau zu früh verlassen und noch keine Blühpflanzen vorfinden. Zu warme Winter befördern auch die Brutpflege und reduzieren die Wintervorräte im Bienenstock.

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